Jeder Ort hat seine Geschichte – manchmal in Stein gemeißelt, manchmal nur im Gedächtnis der Menschen bewahrt. Das Pilecki-Institut lädt zur Teilnahme am Projekt „Erinnerung an Orte, Orte des Gedenkens“ ein, das lokale Geschichten aufdeckt und ihnen ihren Platz im kollektiven Bewusstsein zurückgibt.

Lokale Geschichte, die Generationen verbindet

Das Projekt richtet sich in erster Linie an Bewohner von Orten, an denen Gedenkstätten im Rahmen des Programms „Beim Namen gerufen“ entstanden sind, das Polen ehrt, die während des Zweiten Weltkriegs Juden retteten und von den Deutschen getötet wurden.

Die Organisatoren betonen jedoch, dass Erinnerung keine Grenzen kennt – deshalb sind auch Menschen aus anderen Regionen eingeladen, mitzuwirken, die wichtige Geschichten für ihre Gemeinschaft bewahren möchten.

Jede Ecke, selbst die unscheinbarste, birgt Zeugnisse vergangener Ereignisse: Denkmäler, Tafeln, alte Gebäude sowie Erzählungen, die innerhalb von Familien weitergegeben werden. Das Projekt ermutigt dazu, diese Orte als Ausgangspunkt zu nutzen, um die Geschichte des 20. Jahrhunderts kennenzulernen.

Aufgaben der Teilnehmenden und Finale in Warschau

Die teilnehmenden Teams wählen einen Gedenkort in ihrer Region, dokumentieren ihn, führen Recherchen durch und erstellen eine Präsentation in beliebiger Form. Den Abschluss bildet ein finales Treffen in Warschau, bei dem die Teams ihre Arbeiten vorstellen.

Die Teilnahme ist kostenlos; alle Teilnehmenden erhalten Zertifikate und können Preise gewinnen.
Projektzeitplan

Die Anmeldung läuft bis Ende Januar 2026. Details zur Bewerbung sind auf der Website des Pilecki-Instituts verfügbar.
Von Februar bis Mai 2026 beginnen die Teams mit der eigentlichen Projektarbeit: Sie wählen einen Gedenkort, führen Archiv- und Feldforschungen durch, sprechen mit lokalen Zeitzeugen und bereiten ihre Präsentation vor. In dieser Phase können sie auf fachliche Unterstützung durch Mitarbeitende des Pilecki-Instituts zählen, die Beratung und Hilfe bei der Aufbereitung des Materials anbieten.

Die Initiative endet im Juni mit einem Abschlussereignis in Warschau.

Muzeum Dom Rodziny Pileckich

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